Aus Dr. Hermann Gundert's Leben ISBN 3-7668-3233-6
von Martin Brecht
Vor 100 Jahren ist Hermann Gundert, der bedeutende Indienmissionar, Sprachforscher und Verleger, gestorben. Aus diesem Anlaß wäre eine neue Beschreibung und Würdigung seines Lebens wünschenswert. Dazu müßten neben dem Tagebuch aus Malabar und dem » Calwer Tagebuch« (veröffentlicht 19 83 und 1986) auch die zahlreichen Briefe Gunderts erschlossen sein, was noch nicht der Fall ist. Ein vorläufiger Ersatz soll hier geboten werden, indem nochmals die 1894 unmittelbar nach Gunderts Tod entstandene Darstellung von Johannes Hesse »Aus Dr. Hermann Gundert's Leben« (Calwer Familienbibliothek 34. Band) vorgelegt wird. Die Einführung, verfaßt von einem, der Gundert in seiner Jugend in Calw als »historische Instanz« erfahren hat, soll dem Leser einige orientierende Hinweise vermitteln.
Hesses Darstellung ist aus mehreren Gründen als wichtige Quelle für Gundert und dazu als bedeutsames Dokument zu qualifizieren. Dies hängt mit Hesses eigenen Lebensumständen zusammen, die ihn in ein besonderes Verhältnis zu Gundert brachten. Er wurde 1847 in Weißenstein (Paide) in Estland als Sohn pietistischer Eltern geboren. 1865 trat er in die Basler Mission ein und war dann in der MalabarMission tätig. Nach seiner frühzeitigen Rückkehr unterstützte er seit 1873 Gundert als dessen Sekretär. 1874 verehelichte er sich mit Gunderts Tochter Marie (1842 - 1902), der Witwe des Indienmissionars Charles Isenberg. Eines der Kinder aus dieser Ehe war der Dichter Hermann Hesse (geb. 1877). Johannes Hesses Lebensbeschreibung Gunderts ist somit auch eine wertvolle Hintergrundinformation zur Biographie des Dichters. Seit 1886 war Hesse ganz für den Calwer Verlagsverein tätig und wurde nach Gunderts Tod dessen Vorstand, mußte diese Funktion jedoch gesundheitshalber schon 1905 aufgeben. 1916 ist er in Korntal gestorben. Hesse verfügte somit als Biograph Gunderts über mehrere glückliche Voraussetzungen: Auch er kam aus einem pietistischen Hintergrund. Er kannte das indische Missionsfeld aus eigener Anschauung. Er war einer der engsten Mitarbeiter seines geschätzten Schwiegervaters, stand ihm auch menschlich sehr nahe und teilte dessen literarischen Einsatz für die Mission. Aus familiärer Rücksicht gab er seiner Darstellung den bescheidenen Titel »Aus Dr. Hermann Gundert's Leben«. Tatsächlich ist sie eine der lebendigsten und eindrücklichsten Missionarsbiographien aus dem Calwer Verlag, und dies auch im Vergleich zu Gunderts eigenen Lebensbeschreibungen von Hermann Mögling und Samuel Hebich.
Hesses Gundertbiographie ist von der Leserschaft gut aufgenommen worden. Das Lebenszeugnis wurde geradezu als »Erbauungsbuch im besten Sinne des Wortes« bezeichnet. Im Jahr 1907 erschien eine zweite Auflage. Laut Hesses Vorwort ist sie stilistisch überarbeitet. »Minderwertiges und Schwerverständliches ist weggelassen, kleine Irrtümer und Ungenauigkeiten sind berichtigt, viele Einzelheiten sind hinzugefügt worden.« Zwei Abschnitte (insgesamt 18 Seiten) über Gunderts Ehefrau Julie sind aufgrund einer Äußerung Gunderts, der seine Frau für den interessanteren biographischen Gegenstand hielt als sich selbst, erheblich erweitert worden. An sich spräche diese stärkere Berücksichtigung von Julie neben den Berichtigungen heute dafür, dem Neudruck die zweite Auflage zugrundezulegen. Dagegen lassen sich jedoch erhebliche Gründe geltend machen. Abgesehen davon, daß die Erweiterungen eigentlich nicht sehr viel bringen und die Berichtigungen kaum erheblich sind, fällt schwer ins Gewicht, daß Hesses Text von seinem Nachfolger im Verlagsvorstand, dem ehemaligen Indienmissionar Johannes Frohnmeyer, erheblich überarbeitet worden ist, wohl weil Hesse selbst dazu nicht mehr in der Lage war. Damit wurde aber die Gundertbiographie als Dokument aus der Familie Gundert/Hesse, worin nicht zuletzt ihre Eigentümlichkeit besteht, sehr verändert. Deshalb wird nunmehr der ursprüngliche Text der ersten Auflage geboten.
Als die Biographie ein Jahr nach Gunderts Tod verfaßt wurde, verfügte Hesse als Mitglied der Familie und zugleich als intimer Kenner der Entwicklung der Basler Mission über den besten Zugang zu den einschlägigen Informationen. Neben der mündlichen Überlieferung konnte er auf Gunderts Korrespondenz und wohl auch auf dessen Tagebücher, dazu auf die Missionspapiere zurückgreifen. Dadurch erhielt seine Darstellung ein hohes Maß an Authentizität. Gundert selbst kommt ausführlich zu Wort und ins Bild. Vergleicht man Hesses Darstellung mit Gunderts Tagebüchern oder Briefen, lassen sich keine erheblichen Differenzen feststellen. Er wollte wohl seinen Schwiegervater so schildern, wie dieser sich selbst verstand. Dies bedeutet allerdings auch, daß ein Urteilen aus der Distanz oder eine eigenständige Strukturierung des Stoffes nicht zu erwarten sind. Insofern als Gundert selbst durchaus ein distanziertes Verhältnis zu sich selbst haben konnte, wirkt sich Hesses Nähe zu seinem biographischen Gegenstand nicht eigentlich problematisch aus.
Auf Stil, Sprache und Wertungen Hesses wird sich der heutige Leser zunächst einstellen müssen. Familiäres wird manchmal mit einer gewissen Betulichkeit geschildert, aber dies drängt sich angesichts der Verpflichtung gegenüber dem Auftrag nicht sehr in den Vordergrund. Einige Male begegnet eine deutsch-nationale politische Einstellung, die aber insgesamt durch die mit der Missionarsexistenz verbundene Weltläufigkeit und Weite kompensiert wird. Das soziale Milieu ist kleinbürgerlich bis bürgerlich und bedingt entsprechende Sichtweisen. Am stärksten sind Sprache und Wertungen durch die pietistische Frömmigkeit geprägt. Dabei bleibt der Ton immer echt, und die Maßstäbe werden vorweg an die eigene Person angelegt. Schwierigkeiten mag es zunächst bereiten, daß in den unterschiedlichen Lebenskreisen jeweils ein Geflecht von Personen und Namen als bekannt vorausgesetzt wird. Den Lesern von einst dürften diese Personenkreise historisch oder aus der Missionsliteratur oder mehr oder weniger direkt persönlich bekannt gewesen sein. Bei der heutigen Lektüre lassen sie sich meist vom Zusammenhang her alsbald einordnen oder, sofern marginal, auch übergehen.
Hesses große Gliederung von Gunderts Biographie in die Blöcke Jugend, Indien und Calw ist völlig angemessen. Daß dabei den Jahren in Indien mehr als die Hälfte des Ganzen eingeräumt wird, ist gewollt und entspricht insgesamt wohl dem, was bis heute als die Lebensleistung Gunderts gilt.
Bereits »Die Jugendzeit« hat etwas von einem großen pietistischen Bildungsroman. Die Gunderts waren schon in der zweiten Generation durch den Stuttgarter Pietismus geprägt. Hermanns Vater war einer der Gründer der Württembergischen Bibelanstalt, später deren hauptamtlicher Sekretär; außerdem gab schon er eine Missionszeitschrift heraus. Seine fromme Mutter, die früh kränkelte, hat Hermann selbst nach ihrem Tod 1832 in »Christianens Denkmal« gewürdigt.
Das Berufsziel Pfarrer scheint für Hermann schon früh festgestanden zu haben. Dennoch war der Konflikt des bildungsoffenen und -hungrigen Schülers mit der religiösen Einstellung des Elternhauses zunächst wohl unausweichlich. Er brach offen aus während der Zeit im evangelischen Seminar Maulbronn (kirchliches Gymnasium), wo Gundert bereits in den Bann des anziehenden Lehrers David Friedrich Strauß geriet. Respekt nötigt ab, wie Sohn und Eltern diesen Konflikt redlich, sachlich und mit Argumenten von Format auf beiden Seiten durchgestanden haben. Seit 1831 studierte Gundert in Tübingen. Dabei beeindruckte ihn weit weniger die rückständige, konservative Theologie der Professoren als die von dem nunmehr in Tübingen lehrenden Strauß vertretene Hegelsche Philosophie mit ihren reichen Lösungsmöglichkeiten für die anstehenden denkerischen Probleme. Nur den Vater vermochte er mit den neuen Erkenntnissen nicht zu beeindrucken. Daß der sprachbegabte Gundert fast nebenbei auf der Schule und der Universität eine exzellente philologische Ausbildung mitbekommen hat, die die Voraussetzung für seine späteren eigenen wissenschaftlichen Leistungen schuf, hat der Biograph nicht eigens konstatiert, obwohl es hinsichtlich des weiten Bildungshorizontes von Gundert instruktiv gewesen wäre.
Das geniehafte Studieren brachte manche Studenten in schwere Gefährdungen. Eine derartige krisenhafte Erfahrung mit einem Mitstudenten, verbunden mit einer Gebetserhörung, führte bei Gundert zur Wende und zum Entschluß, als Missionar nach Indien zu gehen. Dies war verbunden mit einen Wechsel des persönlichen Bezugskreises. Gundert schloß sich nun den »nicht sehr brillanten Pietistenstudenten« an, zu denen u. a. Joseph Friedrich Josenhans, der spätere Basler Missionsinspektor, sowie die Halbbrüder Hermann Mögling und Gottfried Hartmann Weigle, beide später Indienmissionare neben Gundert, gehörten. Die Kontakte zu pietistischen Pfarrern und ihren Gemeinden sowie zu Vertretern der Erweckungsbewegung wurden gepflegt.
Gunderts Weg in die Mission verlief ungewöhnlich und, genau besehen, auf einem Umweg. Er wandte sich nicht an die Basler Missionsgesellschaft, sondern ließ sich an den wohlhabenden englischen Dentisten und Freimissionar Anton Norris Groves, der sich von der anglikanischen Kirche getrennt hatte, als Hauslehrer und missionarischen Mitarbeiter vermitteln. Im Herbst 1835 reiste er nach England und kam dort in London und Bristol mit verschiedenen Spielarten des englischen Freikirchentums in Berührung. Gundert war keineswegs blind für mancherlei wunderliche fromme Auswüchse, die ihm da begegneten. Er behielt jedoch zeitlebens eine großzügige Offenheit gegenüber den unterschiedlichen kirchlichen Denominationen, sofern es ihren einzelnen Vertretern nur um die Sache des Christentums selbst zu gehen schien. Ende Februar 1836 begann die Reise nach Indien.
Auch Gunderts Tätigkeit in Indien verlief alles andere als geradlinig. Schon gar nicht am Anfang. Hesse hat den Bericht über »Die indische Zeit« entlang der Abfolge der örtlichen Stationen Gunderts aufgebaut. Damit bleibt zwar die chronologische Linie der Darstellung gewahrt, aber bei der häufigen Gleichartigkeit der missionarischen Aktivitäten und Probleme sind die Fortschritte des Berichtes nur schwer zu erkennen, und die Fülle der Einzelheiten wirkt manchmal verwirrend. Hier würde man heute zweifellos manches raffen und anders strukturieren. Nichtsdestoweniger erhält man einen ungeschminkten Eindruck von der schweren Aufgabe der Mission.
Die Reisegesellschaft um Groves landete zunächst in Madras im Osten Südindiens. Der in seinen Plänen immer sehr sprunghafte Groves beschloß dort zu bleiben. Schnell stellte sich heraus, daß eine Hauslehrertätigkeit Gunderts für die Söhne von Groves nicht zustandekommen würde. Gundert informierte sich darum einstweilen über die erfolgreiche Arbeit des deutschen Missionars Karl Rhenius in Tinneweli (die indischen Namen werden in der Schreibweise Hesses wiedergegeben). Rhenius hatte ursprünglich im Dienst der anglikanischen Kirche gestanden, sich aber dann von ihr losgesagt und selbständig weitergemacht. Groves lehnte jedoch eine Zusammenarbeit mit Rhenius ab. Darauf setzte Gundert durch, daß die Missionsarbeit in der Kleinstadt Tschittur aufgenommen wurde. In den fünfviertel Jahren dort sammelte Gundert seine ersten eigenen Erfahrungen mit der Heidenpredigt in Tamil, mit den ersten Taufen, aber auch mit Enttäuschungen. Mißlich war vor allem, daß Gundert erkennen mußte, daß er mit dem sprunghaften Groves auf die Dauer nicht zusammenwirken konnte. So plante er, in die Arbeit von Rhenius einzutreten. Zu diesem Zeitpunkt, im Juli 1838, heiratete er Julie Dubois (1809 - 1885). Die Weingärtnerstochter aus der französischen Schweiz kam aus viel einfacheren Verhältnissen als Gundert, war aber offensichtlich eine starke Persönlichkeit. Geprägt durch die Erweckungsbewegung, war auch sie im Gefolge von Groves nach Indien gekommen. Außerordentlich einsatzbereit, nahm sie sich vor allem der Arbeit mit den Mädchen an.
Der plötzliche Tod von Rhenius zwang Gundert zu einer Änderung seiner Pläne. jetzt entschied er sich, in den Dienst der Basler Mission in Malabar an der südindischen Westküste einzutreten. Im Herbst 183 8 kam er in Mangalur an, wo er u. a. seinen Freund Mögling antraf. Gunderts erste große Aufgabe wurde die Gründung der neuen Missionsstation Talatscheri. Er befand sich damit im Sprachgebiet des Malajalam, dessen Erschließung seine große philologische Leistung werden sollte. Ein Jahrzehnt verbrachten er und seine Frau dort. Es gab Spannungen zwischen dem Besitzer der dortigen großen Plantage und den christlichen Sklaven. Als ständig schwierig erwies sich die Durchsetzung christlicher Ethik, was Wahrheit, Eigentum und Sexualität anbetraf. Überdies waren die jungen Christen vielfach vom Rückfall in ihre bisherige nichtchristliche Gesellschaft bedroht. Die strengen sittlichen Forderungen der Mission mag man heute als eng beurteilen, tatsächlich ging es dabei gerade um die christliche Identität. Auch die Einmütigkeit und Kooperation unter den Missionaren war nicht einfach vorgegeben, sondern mußte immer wieder errungen werden. Da war der starke und urwüchsige, aber auch eigensinnige Samuel Hebich; da mußte man akzeptieren, daß die Kräfte und Gaben unterschiedlich waren, und auch, daß es Versager gab. Erstaunlich gut war zumeist das Verhältnis zu den englischen Kolonialbeamten. Gundert hat sich immer dagegen gewehrt, die Missionsarbeit als eine Erfolgsgeschichte auszugeben. Die Früchte reiften langsam und blieben immer auch bedroht. Nicht zu vergessen ist, daß Krankheit und Tod unter den Missionarsehepaaren und ihren Kindern immer wieder Opfer forderten. 1849/1850 war Gundert selbst infolge einer Halsentzündung über ein Jahr nahezu unfähig zu sprechen.
Kompliziert gestaltete sich permanent das Verhältnis zwischen den Missionaren und der geld- und weisungsgebenden heimatlichen Missionsgesellschaft. Schon angesichts der schwierigen Kommunikation und der unterschiedlichen Lagebeurteilung konnte dies kaum anders sein. Eine gewisse Verständigung und Ordnung wurde 1852 mit der Visitation des nunmehrigen Basler Inspektors Josenhans erreicht. Als Generalsekretär des indischen Missionsfeldes hat Gundert danach sehr ausgleichend gewirkt. Nur unter Protest ist er 18 5 5 auf die Missionsstation Mangalur im kanaresischen Sprachgebiet übergewechselt. Seines Bleibens war dort auch nicht lange, denn 1857 wurde er Regierungsschulinspektor für die Provinzen Malabar und Kanara. So ehrenvoll und wichtig diese Aufgabe war, mit Gunderts Beruf als Missionar ließ sich das Verwaltungsamt eigentlich nicht vereinbaren. Gesundheitshalber mußte er dann 1859 nach Deutschland zurückkehren, entgegen seiner Absicht für immer.
Lediglich vorsichtig deutet die Biographie an, daß es verwunderlich war, daß die Basler Mission für einen ihrer fähigsten Missionsleute nur partiell als Herausgeber von Magazinen und als Sprachforscher Verwendung hatte. So geriet Gundert in seine zweite Laufbahn als Leiter des Calwer Verlagsvereins in Calw, einem der erfolgreichen evangelischen Verlage aus der Zeit der Erweckungsbewegung. In der Proportion der Biographie ist diese Phase etwas kurz behandelt. Gunderts verlegerische Leistung war es, daß der Verlag gegen die Widerstände mancher Frommer nunmehr auch die wissenschaftliche Bibelauslegung in sein Programm aufnahm und damit dem Pietismus langfristig einen großen Dienst erwies. Neben seinen »Berufen« als Verleger, Sprachforscher und Agent der Missionssache war Gundert in Calw, dessen Umkreis und darüber hinaus im ganzen Bereich Württembergs unermüdlich als Seelsorger und Prediger tätig. Er betreute pietistische Erbauungsstunden und Kreise des Christlichen Vereins junger Männer, beteiligte sich an der Gründung des Calwer Vereinshauses, das den damals aufblühenden kirchlichen Vereinen eine Heimstatt bot, setzte sich für die Anstalten der Inneren Mission ein und förderte die aufkommende Kirchenmusik. Bezeichnenderweise suchte er das Verhältnis zu den sich ausbreitenden Methodisten offenzuhalten, konnte jedoch hier und in anderen Fällen Spaltungen nicht verhindern. Gunderts Rolle in seiner Heimatkirche und als kritischer Zeitzeuge sowie die seelsorgerlichen Aktivitäten Julie Gunderts hat Hesse allenfalls angedeutet.
Hingegen wird nicht verschwiegen, daß es auch zwischen den Eltern Gundert und dem Sohn Paul erneut einen wiederum offen ausgetragenen, schweren Generationenkonflikt gab. Das Jugendschicksal Hermann Hesses war also kein Sonderfall in der Familiengeschichte. Die sonstigen schweren Geschicke in der Familie werden, abgesehen vom Tod Julie Gunderts, nur gestreift. (Das Gedicht S. 356f. stammt übrigens nicht von Gundert.) Entsprechend dem Genus der Pietistenbiographie, aber eindrücklich und echt bildet der Bericht über das glaubensgewisse Sterben Gunderts den Abschluß. Auf eine Gesamtwürdigung ist verzichtet. Insgesamt bekommt der Leser die verschiedenen Umfelder, die tragenden christlichen Fundamente, die Eigenart der Persönlichkeit und - verhalten - die Leistung Gunderts konkret und nahe zu Gesicht.
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